Der Ber­lin Fla­neur: Janz anders – Das „Enter­tain­ment – Vier­tel“ am Mer­ce­des Platz

Der Mer­ce­des-Platz mit der “Mer­ce­des-Benz-Are­na” am Abend
auf­ge­nom­men Novem­ber 2019 © by “Der Ber­lin Fla­neur”, 2020

Dies­mal fla­nie­ren wir in einer Gegend, die wir schon ein­mal vor über 10 Jah­ren besucht haben. Sie hat sich im Lau­fe des letz­ten Jahr­zehnts total gewan­delt.
Die gro­ße Mul­ti­funk­ti­ons­hal­le, einst „O2-World“ genannt, trägt heu­te den Namen „Mer­ce­des-Benz Are­na“. Sie schaut noch genau­so aus wie damals, nur etwas moder­ner und mit neu­en Schrift­zug an der Front. Doch anders als damals, ist hier kei­ne unbe­bau­te Ödnis mehr, son­dern das Are­al ist mit moder­nen Häu­sern bebaut wor­den und wird nun „Media­spree-City“ genannt.
Die bes­te Zeit für unse­ren Spa­zier­gang ist der Abend, wenn es dun­kel gewor­den ist. Wir begin­nen ihn am „U‑Bahnhof War­schau­er Stra­ße“. Wenn wir dort in Rich­tung Innen­stadt schau­en, sehen wir immer noch die Are­na. Doch davor steht nun ein moder­nes Ein­kaufs­zen­trum. Die „East Side Mall“. Sie ist ein mar­kan­ter auf­fal­len­der Bau mit den übli­chen Geschäf­ten.
Unser Weg führt uns aber hin­un­ter zur Spree und zur „Ober­baum­brü­cke“.
Wenn das Wet­ter mit­spielt, dann haben Sie von der Brü­cke einen wun­der­schö­nen Blick auf das Zen­trum am Alex­an­der­platz und auf das Spree­ufer und Sie ver­ste­hen, war­um unser klei­ner Abend­spa­zier­gang so reiz­voll ist. Denn in der Dun­kel­heit fun­kelt Ber­lin beson­ders.
Um an unse­rem Ziel, den „Mer­ce­des Platz“ zu kom­men, müs­sen wir wie­der zurück zur viel befah­re­nen „Müh­len­stra­ße“ gehen. An der Ampel bie­gen wir links ab, lau­fen ein Stück und bie­gen hin­ter dem ehe­ma­li­gen „Spei­cher“, der heu­te „Pira­tes Ber­lin“ heißt, wie­der links ab. Wir befin­den uns nun auf der Rück­sei­te der „East Side Gale­rie“. Hier fla­nie­ren wir am Was­ser ent­lang, bis zu einer brei­ten Ter­ras­se. Wenn sie dort ent­lang­lau­fen, dre­hen sie sich mal um. Dann kön­nen sie die beleuch­te­te „Ober­baum­brü­cke“ sehen, die am Abend noch ele­gan­ter wirkt.
Von der Ter­ras­se gehen wir wie­der „nach oben“ zur „Müh­len­stra­ße“.
Nur noch ein­mal die Stra­ße über­que­ren und wir haben das Ziel erreicht – das Are­al des „Mer­ce­des Platz“. Sie befin­den sich nun in einem der ange­sag­tes­ten „Enter­tain­ment-Vier­tel“ von Ber­lin.
Hier gibt es, neben der Are­na, auch noch ein gro­ßes Kino und die, zum Ver­gleich zur Are­na, „klei­ne“ „Ver­ti Music Hall“. Zwi­schen die­sen drei Haupt­ge­bäu­den befin­den sich ein Was­ser­spiel mit Fon­tä­nen. Die­se wer­den von moder­nen Mul­ti­me­dia-Steh­len flan­kiert. Auf deren Bild­schir­men sehen Sie diver­se Wer­be­spot und Ankün­di­gun­gen zu Kon­zer­ten oder Sport­events.
Als ich den Was­ser­spie­len zusah erin­ner­te ich mich dar­an, was hier ein­mal war. 
Einst war das Gelän­de ein gro­ßer Güter­bahn­hof. Nach der Wen­de gab es hier, bis zum Bau der Hal­le, bekann­te Clubs und Par­ty­lo­ca­ti­ons. Seit 2008 steht hier die zweit­größ­te Mul­ti­funk­ti­ons­hal­le Deutsch­lands, wel­che die Heim­spiel­stät­te des Eis­ho­ckey­clubs „Ber­li­ner Eis­bä­ren“ und der Bas­ket­bal­ler von „ALBA Ber­lin“ ist.
Seit­dem wur­de das Gelän­de wei­ter ent­wi­ckelt. Es wur­de zur ein Teil der „Media­spree-City“.
Na ja und wenn man dort ist, stellt sich bei dem Anblick des Plat­zes, auch ein ganz klei­nes, ein win­zig klei­nes „Las-Vegas Gefühl“ ein, wenn man die Beleuch­tung der Gegend auf sich wir­ken lässt. 
Außer­dem soll­ten Sie ihre Geld­bör­se gut fül­len, den Prei­se, der gas­tro­no­mi­schen Ein­rich­tun­gen vor Ort sind nicht gera­de die Bil­ligs­ten.
Und soll­ten Sie nach einem Cock­tail noch Lust zum wei­ter fla­nier­ten ver­spü­ren, dann lau­fen Sie die „Müh­len­stra­ße“ Rich­tung „Ost­bahn­hof“ ent­lang. Auf dem Weg gibt es, beson­ders am Abend, noch die ein oder ande­re opti­sche Über­ra­schung zu sehen, wie zum Bei­spiel das einst umstrit­te­ne Wohn­haus direkt am Spree­ufer, das archi­tek­to­nisch sehr aus­ge­fal­len ist. Und wenn Sie am „Ost­bahn­hof“ ange­kom­men sind, wer­den Sie fest­stel­len, dass er am Abend viel hüb­scher aus­schaut als am Tag. Er hat sozu­sa­gen sein Make-Up auf­ge­legt.

INFOKASTEN:

Mer­ce­des Platz

Anfahrt:
S + U War­schau­er Stra­ße — Fuß­weg ca. 5 Minu­ten

S‑Bahn:
S3, S5, S7, S9

U‑Bahn:
U1, U3

Bus­se:
248, 347, N1 (Nacht­bus)

Trams:
M10, M13

Ost­bahn­hof — Fuß­weg ca. 12 Minu­ten

S‑Bahn:
S3, S5, S7, S9

Bus­se:
140, 142, 147, 240, 248, 347, N40 (Nacht­bus)

Regio­nal- und Fern­ver­kehr:
EC , IC , ICE , Loco­mo­re, IRE, RB14, RE1, RE2, RE7 

Nachts

An Wochen­ta­gen fährt die U‑Bahn bis ca. 0:30 Uhr, die letz­te S‑Bahn gegen 1:30 Uhr. Danach sind Nacht­bus­se im Ein­satz. Am Wochen­en­de ver­keh­ren U‑Bahn und S‑Bahn 24h.
Wege sind gut beroll­bar und die meis­ten Ein­rich­tun­gen auch bar­rie­re­frei. Näh­re Infos auf www.mercedes-platz.de